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Wozu braucht man Kontrastmittel bei der Magnetresonanztomographie (MRT)?

Kontrastmitteldarstellung

Was sind Kontrastmittel?

Kontrastmittel sind Arzneimittel, die allerdings nicht bei der Genesung helfen. Idealerweise haben sie überhaupt keine Wirkung auf den Körper. Ihre Aufgabe besteht vielmehr darin, die Krankheitserkennung zu unterstützen.
Durch die Erhöhung des Kontrasts (daher der Name) von Geweben kann die Darstellung der untersuchten Körperstruktur verbessert und können Krankheiten früher oder präziser erkannt werden. Für fast alle bildgebenden Verfahren (MRT, CT, Durchleuchtung, Sonographie, Mammographie) gibt es Kontrastmittel, die jedoch unterschiedlich oft zum Einsatz kommen. Bei der Magnetresonanztomographie können sie wichtige Zusatzinformationen liefern, z.B. bei der Erkennung von Entzündungen oder Tumoren oder bei der Darstellung von Gefäßen.

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?

Die Magnetresonanztomographie funktioniert ohne Strahlung und gilt daher seit über 30 Jahren als eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Auch MRT Kontrastmittel gibt es seit knapp 30 Jahren und wurden weltweit bereits millionenfach eingesetzt. Gelegentlich gibt es Berichte über mögliche Nebenwirkungen der verwendeten Kontrastmittel. Aktuell etwa prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), ob sich bei dem Einsatz einiger Kontrastmittel mit dem magnetischen Element Gadolinium bei häufigen MRT-Untersuchungen dieses im Gehirn der Patienten ablagern kann.

Sind Kontrastmittel wirklich nötig?

Generell werden Kontrastmitteln strenger auf Unverträglichkeiten und unerwünschte Nebenwirkungen überprüft als therapeutische Arzneimittel. Das macht aus Sicht der Patientinnen und Patienten Sinn: Ist das Medikament zur Heilung unabdingbar, nimmt man Nebenwirkungen natürlich eher in Kauf als wenn es eine rein diagnostische Funktion erfüllt. Kontrastmittel müssen daher rigorose Verträglichkeitsstudien durchlaufen. Im Zweifelsfall werden Präparate schneller vom Markt genommen oder ihre Verwendung vorsichtshalber auf bestimmte Untersuchungen eingeschränkt. Andererseits erwarten Sie als Patient oder Patientin von einer bildgebenden Untersuchung zu Recht, dass potentiell gefährliche oder gar tödliche Krankheiten rechtzeitig und zuverlässig erkannt werden. Kontrastmittel sind hierbei ein wichtiges Hilfsmittel um akkurate Untersuchungsergebnisse auf dem neusten Stand der Technik zu liefern.

Was verwendet die Praxis Radiologe Nuklearmedizin Mannheim?

Der Einsatz von Kontrastmitteln ist daher immer Bestandteil einer Abwägung von Faktoren, die die medizinische Notwendigkeit, die Fragestellung des zuweisenden Arztes, Unverträglichkeiten von Medikamenten und Ihr Wunsch als Patient/-in einfließen. Wichtige Kriterien sind auch die Art der Untersuchung: Bei manchen Fragestellungen kann man auf Kontrastmittel ohne Bedenken verzichten, bei anderen sind sie zur Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit unabdingbar. Anhand eines Fragebogens fragen wir nach Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen (etwa Schwangerschaften oder Allergien).
In unserer Praxis setzen wir keine gadoliniumhaltigen „linearen“ Kontrastmittel mehr ein. Wir verwenden das „nicht-lineare“ Kontrastmittel „Gadovist“, bei dem, wie bei anderen „nicht-linearen“ Kontrastmitteln, bisher keine Ablagerungen im Gehirn nach Millionen von Anwendungen oder im Körper bei Nierenfunktionseinschränkungen weltweit beschrieben sind. Auch sonstige, allergische Reaktion sind sehr selten.

Wir sprechen den Einsatz von Kontrastmitteln vor Ihrem MRT-Termin mit Ihnen durch. Bei Fragen wenden Sie sich einfach an uns! (Foto: © stokkete – Fotolia.com)

Generell ist das Risiko im Einzelfall äußerst gering. Haben Sie Fragen? Bitte sprechen Sie uns an!