Autor: Dr. med. David Mihm

Die digitale Praxis

Was ist heute eigentlich nicht digital? Musikstreaming, Familienfotos, Bankgeschäfte – selbst die Partnersuche funktioniert binär anscheinend besser als analog. Auch unsere Patientenfragebögen verabschieden sich nun vom analogen Zeitalter. Und das hat für Sie durchaus Vorteile, die wir Ihnen in diesem Beitrag kurz vorstellen möchten.

Bei einem Besuch in unserer Praxis müssen unsere Patienten einen Fragebogen ausfüllen. So wie in allen anderen Praxen in Deutschland auch. Und jedes Jahr tendieren diese Fragebögen leider dazu, immer länger zu werden. So wie in allen anderen Praxen in Deutschland auch.
Manchmal kommt aus gesundheitlichen Gründen eine neue Frage dazu. Manchmal kommt aus datenschutzrechtlichen Gründen eine ganze Seite dazu. Mittlerweile kommen wir je nach Fall auf bis zu zwölf Seiten, die unsere Patientinnen und Patienten abarbeiten sollen.

Wir haben lange überlegt, wie wir Ihnen das Ausfüllen erleichtern können. Verzichten können wir auf diese Fragen leider nicht. Aber wir können den Vorgang angenehmer für Sie machen. Nach einigem Suchen haben wir eine Lösung gefunden, die wir Ihnen hiermit gerne präsentieren möchten.

Fragebogen auf dem Tablet

Seit diesem Jahr finden die Patientenaufklärung und die Einwilligung auf Tablets statt. Wir sind damit die erste radiologische Praxis in der Metropolregion Rein-Neckar, die diesen Prozess digital abbildet. Vom Gesundheitsfragebogen bis zur Datenschutzerklärung findet jetzt alles am Touch-Screen statt, den Sie bei uns im Warteraum zur Verfügung gestellt bekommen.

Das Ausfüllen geht unsere Patientinnen und Patienten nun tatsächlich leichter von der Hand. Die ersten Rückmeldungen aus dem Wartezimmer sind durchgehend positiv. Und wer doch Probleme haben sollte, dem helfen unsere freundlichen Anmeldekräfte jederzeit gerne.

Wir können nun besser als zuvor sicherstellen, dass alle Daten und Informationen immer aktuell und rechtskonform sind. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder administrative Vorgaben können zentral eingespielt werden. Wir können Sie schon im Wartezimmer besser über die anstehende Untersuchung informieren und haben so mehr Zeit für Ihre persönliche Betreuung. Und wir können Ihre Angaben leichter archivieren oder Ihnen eine Kopie anfertigen.

Ein ganz entscheidender Vorteil für Sie als Patientin oder Patient ist, dass wir bei Ihrem zweiten Besuch in der Praxis die Daten bereits vorliegen haben und diese einfach übernehmen können. So müssen Sie dann lediglich noch per digitaler Unterschrift in die Untersuchung einwilligen und sparen sich das erneute Ausfüllen des Bogens.

Die Digitalisierung unseres Wartezimmer macht Ihren nächsten Besuch bei uns hoffentlich noch angenehmer. Über Rückmeldungen freuen wir uns.

So sieht der Patientenfragebogen auf dem Tablet aus. Die Fragen sind schon auf Ihre anstehende Behandlung abgestimmt. Wenn Sie etwas korrigieren möchten, können Sie das künftig problemlos tun. Und beim nächsten Besuch in der Praxis können wir Ihre Daten einfach übernehmen.

Wozu braucht man Kontrastmittel bei der Magnetresonanztomographie (MRT)?

Kontrastmitteldarstellung

Was sind Kontrastmittel?

Kontrastmittel sind Arzneimittel, die allerdings nicht bei der Genesung helfen. Idealerweise haben sie überhaupt keine Wirkung auf den Körper. Ihre Aufgabe besteht vielmehr darin, die Krankheitserkennung zu unterstützen.
Durch die Erhöhung des Kontrasts (daher der Name) von Geweben kann die Darstellung der untersuchten Körperstruktur verbessert und können Krankheiten früher oder präziser erkannt werden. Für fast alle bildgebenden Verfahren (MRT, CT, Durchleuchtung, Sonographie, Mammographie) gibt es Kontrastmittel, die jedoch unterschiedlich oft zum Einsatz kommen. Bei der Magnetresonanztomographie können sie wichtige Zusatzinformationen liefern, z.B. bei der Erkennung von Entzündungen oder Tumoren oder bei der Darstellung von Gefäßen.

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?

Die Magnetresonanztomographie funktioniert ohne Strahlung und gilt daher seit über 30 Jahren als eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Auch MRT Kontrastmittel gibt es seit knapp 30 Jahren und wurden weltweit bereits millionenfach eingesetzt. Gelegentlich gibt es Berichte über mögliche Nebenwirkungen der verwendeten Kontrastmittel. Aktuell etwa prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), ob sich bei dem Einsatz einiger Kontrastmittel mit dem magnetischen Element Gadolinium bei häufigen MRT-Untersuchungen dieses im Gehirn der Patienten ablagern kann.

Sind Kontrastmittel wirklich nötig?

Generell werden Kontrastmitteln strenger auf Unverträglichkeiten und unerwünschte Nebenwirkungen überprüft als therapeutische Arzneimittel. Das macht aus Sicht der Patientinnen und Patienten Sinn: Ist das Medikament zur Heilung unabdingbar, nimmt man Nebenwirkungen natürlich eher in Kauf als wenn es eine rein diagnostische Funktion erfüllt. Kontrastmittel müssen daher rigorose Verträglichkeitsstudien durchlaufen. Im Zweifelsfall werden Präparate schneller vom Markt genommen oder ihre Verwendung vorsichtshalber auf bestimmte Untersuchungen eingeschränkt. Andererseits erwarten Sie als Patient oder Patientin von einer bildgebenden Untersuchung zu Recht, dass potentiell gefährliche oder gar tödliche Krankheiten rechtzeitig und zuverlässig erkannt werden. Kontrastmittel sind hierbei ein wichtiges Hilfsmittel um akkurate Untersuchungsergebnisse auf dem neusten Stand der Technik zu liefern.

Was verwendet die Praxis Radiologe Nuklearmedizin Mannheim?

Der Einsatz von Kontrastmitteln ist daher immer Bestandteil einer Abwägung von Faktoren, die die medizinische Notwendigkeit, die Fragestellung des zuweisenden Arztes, Unverträglichkeiten von Medikamenten und Ihr Wunsch als Patient/-in einfließen. Wichtige Kriterien sind auch die Art der Untersuchung: Bei manchen Fragestellungen kann man auf Kontrastmittel ohne Bedenken verzichten, bei anderen sind sie zur Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit unabdingbar. Anhand eines Fragebogens fragen wir nach Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen (etwa Schwangerschaften oder Allergien).
In unserer Praxis setzen wir keine gadoliniumhaltigen “linearen” Kontrastmittel mehr ein. Wir verwenden das “nicht-lineare” Kontrastmittel “Gadovist”, bei dem, wie bei anderen “nicht-linearen” Kontrastmitteln, bisher keine Ablagerungen im Gehirn nach Millionen von Anwendungen oder im Körper bei Nierenfunktionseinschränkungen weltweit beschrieben sind. Auch sonstige, allergische Reaktion sind sehr selten.

Wir sprechen den Einsatz von Kontrastmitteln vor Ihrem MRT-Termin mit Ihnen durch. Bei Fragen wenden Sie sich einfach an uns! (Foto: © stokkete – Fotolia.com)

Generell ist das Risiko im Einzelfall äußerst gering. Haben Sie Fragen? Bitte sprechen Sie uns an!