Kategorie: Allgemein

Die digitale Praxis

Was ist heute eigentlich nicht digital? Musikstreaming, Familienfotos, Bankgeschäfte – selbst die Partnersuche funktioniert binär anscheinend besser als analog. Auch unsere Patientenfragebögen verabschieden sich nun vom analogen Zeitalter. Und das hat für Sie durchaus Vorteile, die wir Ihnen in diesem Beitrag kurz vorstellen möchten.

Bei einem Besuch in unserer Praxis müssen unsere Patienten einen Fragebogen ausfüllen. So wie in allen anderen Praxen in Deutschland auch. Und jedes Jahr tendieren diese Fragebögen leider dazu, immer länger zu werden. So wie in allen anderen Praxen in Deutschland auch.
Manchmal kommt aus gesundheitlichen Gründen eine neue Frage dazu. Manchmal kommt aus datenschutzrechtlichen Gründen eine ganze Seite dazu. Mittlerweile kommen wir je nach Fall auf bis zu zwölf Seiten, die unsere Patientinnen und Patienten abarbeiten sollen.

Wir haben lange überlegt, wie wir Ihnen das Ausfüllen erleichtern können. Verzichten können wir auf diese Fragen leider nicht. Aber wir können den Vorgang angenehmer für Sie machen. Nach einigem Suchen haben wir eine Lösung gefunden, die wir Ihnen hiermit gerne präsentieren möchten.

Fragebogen auf dem Tablet

Seit diesem Jahr finden die Patientenaufklärung und die Einwilligung auf Tablets statt. Wir sind damit die erste radiologische Praxis in der Metropolregion Rein-Neckar, die diesen Prozess digital abbildet. Vom Gesundheitsfragebogen bis zur Datenschutzerklärung findet jetzt alles am Touch-Screen statt, den Sie bei uns im Warteraum zur Verfügung gestellt bekommen.

Das Ausfüllen geht unsere Patientinnen und Patienten nun tatsächlich leichter von der Hand. Die ersten Rückmeldungen aus dem Wartezimmer sind durchgehend positiv. Und wer doch Probleme haben sollte, dem helfen unsere freundlichen Anmeldekräfte jederzeit gerne.

Wir können nun besser als zuvor sicherstellen, dass alle Daten und Informationen immer aktuell und rechtskonform sind. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder administrative Vorgaben können zentral eingespielt werden. Wir können Sie schon im Wartezimmer besser über die anstehende Untersuchung informieren und haben so mehr Zeit für Ihre persönliche Betreuung. Und wir können Ihre Angaben leichter archivieren oder Ihnen eine Kopie anfertigen.

Ein ganz entscheidender Vorteil für Sie als Patientin oder Patient ist, dass wir bei Ihrem zweiten Besuch in der Praxis die Daten bereits vorliegen haben und diese einfach übernehmen können. So müssen Sie dann lediglich noch per digitaler Unterschrift in die Untersuchung einwilligen und sparen sich das erneute Ausfüllen des Bogens.

Die Digitalisierung unseres Wartezimmer macht Ihren nächsten Besuch bei uns hoffentlich noch angenehmer. Über Rückmeldungen freuen wir uns.

So sieht der Patientenfragebogen auf dem Tablet aus. Die Fragen sind schon auf Ihre anstehende Behandlung abgestimmt. Wenn Sie etwas korrigieren möchten, können Sie das künftig problemlos tun. Und beim nächsten Besuch in der Praxis können wir Ihre Daten einfach übernehmen.

Öffnungszeiten über Weihnachten und Silvester

Wir möchten unsere Patienten hiermit informieren, das unsere Praxis an Heiligabend (24. Dezember 2018) und an Silvester (31. Dezember 2018) geschlossen bleibt. Ab dem neuen Jahr sind wir dann wieder wie gewohnt für Sie da.

Im Namen des gesamten Teams der Radiologie Nuklearmedizin Mannheim wünschen wir Ihnen eine entspannte Adventszeit, ein frohes Fest und ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr.

Die Magnetresonanztherapie und das Männerorgan

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 60.000 Männer an Prostatakrebs, 12.000 von ihnen werden daran sterben. Das Prostatakarzinom (so der wissenschaftliche Name) ist der häufigste bösartige Krebs des Mannes in Deutschland. Eine frühzeitige Erkennung ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. 
Und dennoch gilt für viele Männer: über Geld und über die Prostata wird nicht geredet. Damit muss Schluss sein. (Keine Sorge, wir reden nicht über Geld. Uns geht es allein um ihre Gesundheit.)

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Möglicherweise können Sie sich eine Biopsie ersparen
  • Grundlage oder Weichenstellung für eine gezielte Biopsie statt „Blindpunktion“
  • Keine Verwendung von Röntgenstrahlung oder jodhaltigem Kontrastmittel
  • Optimal für mehrmalige Kontrolluntersuchungen

Was ist die Prostata?

Die Prostata ist ein kastaniengroßes Organ zwischen Penis und Blase, über das nur Männer verfügen. Es ist vom Anus aus mit dem Finger zu ertasten. Beim Sex hat es eine wichtige Funktion: als Geschlechtsdrüse produziert es einen Teil des Spermas. Das Sekret der Prostata umschließt die Samenzellen und macht sie widerstandsfähiger.
 Ab einem gewissen Alter macht die Prostata den Männern jedoch oft Probleme: bei den über 50-Jährigen verfügt fast jeder zweite Mann über eine gutartig vergrößerte Prostata. Dies führt in der Regel zu Problemen beim Wasser lassen. Sprechen Sie in diesem Fall unbedingt Ihren Urologen an – ein verschlepptes Prostataleiden kann gefährliche Konsequenzen nach sich ziehen!

Hilfe, der PSA-Wert ist zu hoch!

Ihr Urologe wird in aller Regel eine Tastuntersuchung durchführen. Was unangenehm klingt, ist in der Praxis halb so wild: meist dauert die Untersuchung keine 10 Sekunden. 
Außerdem wird ein PSA-Wert bestimmt. Dabei handelt es sich um einen prostataspezifischen Blutwert (PSA steht für „Prostataspezifisches Antigen“). Bei einem PSA-Wert über 4,0 ng/ml besteht der Verdacht auf ein Prostatakarzinom und es sollte eine Biopsie der Prostatadurchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine Entnahme von Gewebeproben, sprich: eine invasive Methode, die auch Nachteile mit sich bringen kann.
Ein erhöhter PSA-Wert ist jedoch keinesfalls eine Krebsdiagnose. Im Gegenteil: in den meisten Fällen liegt eine andere Ursache vor. Auch eine Entzündung oder eine vergrößerte Prostata können den PSA-Wert erhöhen.

MRT für Männer

Hier bietet die Magnetresonanztherapie eine nicht-invasive und schmerzlose Alternative. Mittels MRT kann schnell und unkompliziert ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom ausgeschlossen werden – das beruhigt! Wenn in der MRT kein verdächtiger Befund gefunden wird, so liegt mit hoher Sicherheit kein höhergradiger aggressiver Krebs vor.
Sollte man jedoch einen verdächtigen Befund entdecken, kann dieser gezielt punktiert werden kann – das erhöht die Trefferquote der anschließenden Biopsie.


Wir beobachten daher bei uns in der Praxis schon seit einigen Jahren einen gestiegenen Stellenwert der MRT in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Sowohl in der Detektion als auch zur Vorbereitung einer Biopsie bietet die MRT eindeutige Vorteile. Sie verbessert die Detektionsrate von Karzinomen, sprich: es werden weniger Krebserkrankungen übersehen.

Sie sollten eine MRT der Prostata durchführen lassen, wenn…

  • bei Ihnen ein erhöhter oder ansteigender PSA-Wert vorliegt.
  • bei Ihnen eine Biopsie der Prostata gemacht werden soll.
  • bei Ihnen bereits eine Biopsie durchgeführt wurde und diese negativ war.
  • bei Ihnen durch Biopsie ein Prostatakarzinom gesichert wurde und Sie operiert werden sollen. Die Untersuchung kann wichtige Informationen für die Planung der Operation liefern.
  • bei Ihnen bereits die Prostata vollständig entfernt wurde und nun der Verdacht auf einen lokalen Rückfall (sog. „PSA-Rezidiv“) besteht.

Die multiparametrische MRT

In unserer radiologischen Praxis in Mannheim setzen wir auf die „multiparametrische“ MRT. Dabei kombiniert man mehrere Parameter, mittels derer die diagnostische Genauigkeit ganz erheblich erhöht werden kann. Folgende Parameter stehen zusammen für den Begriff “multiparametrisch”:

T2-Sequenz

Die T2-Bildgebung liefert hochauflösende Bilder, mittels derer Prostatakrebs besser erkannt werden kann.

Diffusion (DWI)

Die diffusionsgewichtete Bildgebung (*diffusion weighted imaging*) ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das die Diffusionsbewegung von Wassermolekülen in Körpergewebe misst.

Perfusion (DCE)

Die Perfusionsbildgebung (*dynamic contrast enhancement*) liefert weitere wichtige Parameter, die dem normalen MRT-Bild überlagert werden können.

Bild 1: Hier sieht man die Prostata (P) zwischen Harnblase (H) und dem Darm. Der Pfeil markiert ein Areal, das in der T2-Sequenz auf ein Karzinom verdächtig ist.

Bild 2: Der Pfeil markiert das verdächtige Areal in der Diffusion und der Perfusion (von links nach rechts) und erhärtet den Verdacht auf ein Karzinom.


Ablauf

Nehmen Sie gegebenenfalls wie gewohnt Ihre Medikamente ein, außer Ihr Urologe oder der Hausarzt hat Ihnen andere Instruktionen erteilt. Die Harnblase sollte möglichst leer sein, daher werden Sie unmittelbar vorher zur Toilette geschickt. Für die Untersuchung wird Ihnen über eine flexible Verweilkanüle am Arm ein sehr gut verträgliches MRT-Kontrastmittel verabreicht.
Die Untersuchung ist im Vergleich zu einer herkömmlichen MRT sehr aufwändig, daher dauert auch die folgende Auswertung etwas länger. Es erfolgt natürlich eine Besprechung ihrer Ergebnisse direkt vor Ort mit einem Arzt. Der endgültige schriftliche Befund wird umgehend Ihrem Urologen oder dem Hausarzt zugesandt. Diesen sollten in jedem Fall im Anschluss aufsuchen, um das weitere Vorgehen zu besprechen!

Radiologie Nuklearmedizin Mannheim mit neuer Webseite

Wir wollen Ihnen künftig Informationen über unsere Praxis übersichtlicher und einfacher präsentieren. Die wesentlichen Daten sollten immer nur einen Klick weit entfernt sein. Außerdem möchten wir unsere beiden Standorte besser im Netz darstellen: neben der bekannten Praxis im Diakonissenkrankenhaus im Lindenhof finden Sie uns seit einiger Zeit auch im Theresienkrankenhaus in der Oststadt. Und natürlich wollen wir Ihnen unser Team in Wort und Bild vorstellen. Schließlich sollen Sie gleich sehen, dass Sie bei uns in guten Händen sind.

Das wichtigste für die meisten Patienten dürfte die problemlose Terminvereinbarung sein. Wir wollen es Ihnen so leicht wie möglich machen, einen Termin bei uns zu buchen. Neben der beliebten Online-Terminbuchung (24h geöffnet) gibt es nun auch einen Rückruf-Service. Und eine Wegbeschreibung, damit Sie uns leichter finden.

Und wir wollen aktueller werden. Künftig werden sie in der Rubrik „Aktuelles“ in regelmäßigen Abständen Artikel zu neueren Entwicklungen in der Radiologie, Erkenntnissen aus der Nuklearmedizin, neuen Behandlungsmethoden oder auch Dingen aus unserer Praxis lesen können. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Wichtig war uns auch, dass die Webseite auf allen Geräten gut funktioniert. Immer mehr Patienten besuchen unsere Webseite auf ihrem Smartphone oder Tablet. Damit sie dort wie auch auf dem Desktop eine gute Figur macht, haben wir uns für ein responsives Design entscheiden. So passen sich die Inhalte immer der jeweiligen Bildschirmgröße an.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen das neue Design gefällt und Sie alle wichtigen Informationen finden. Wenn nicht, freuen wir uns über einen Verbesserungsvorschlag.

Die Webseite passt sich responsiv dem verwendeten Endgerät an. Egal ob Desktop, Tablet oder Smartphone – die Darstellung ist für das jeweilige Gerät optimiert.